Europas Osten im 20. Jahrhundert

Schriften des Imre Kertész Kollegs Jena


Herausgegeben von Joachim von Puttkamer und Włodzimierz Borodziej
Die Schriftenreihe setzt neue Akzente für einen vergleichenden oder auch synthetisierenden Rückblick auf die jüngste Vergangenheit derjenigen Gesellschaften unseres Kontinents, welche die Brüche und Umbrüche des 20. Jahrhunderts besonders intensiv erlebt, erlitten und gestaltet haben.
In der Schriftenreihe werden Arbeiten von Fellows sowie Tagungsbände der zentralen Konferenzen und Workshops des Kollegs veröffentlicht.
Die Schriften des Imre Kertész Kollegs Jena erscheinen im De Gruyter Oldenbourg Verlag.

Europas Osten im 20. Jahrhundert, Bd. 7

Catastrophe & Utopia

Ferenc Laczó & Joachim von Puttkamer (Hrsg.)

Catastrophe and Utopia
Jewish Intellectuals in Central and Eastern Europe in the 1930s and 1940s

München, De Gruyter/ Oldenbourg Verlag
erschienen 11/2017
ISBN 978-3-11-055934-7
355 Seiten
Preise: 49,95 €

Catastrophe and Utopia studies the biographical trajectories, intellectual agendas, and major accomplishments of select Jewish intellectuals during the age of Nazism, and the partly simultaneous, partly subsequent period of incipient Stalinization. By focusing on the relatively underexplored region of Central and Eastern Europe – which was the primary centre of Jewish life prior to the Holocaust, served as the main setting of the Nazi genocide, but also had notable communities of survivors – the volume offers significant contributions to a European Jewish intellectual history of the twentieth century. Approaching specific historical experiences in their diverse local contexts, the twelve case studies explore how Jewish intellectuals responded to the unprecedented catastrophe, how they renegotiated their utopian commitments and how the complex relationship between the two evolved over time. They analyze proximate Jewish reactions to the most abysmal discontinuity represented by the Judeocide while also revealing more subtle lines of continuity in Jewish thinking.

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Europas Osten im 20. Jahrhundert, Bd. 6

© De Gruyter/ Oldenbourg Verlag

Juliane Tomann

 

Geschichtskultur im Strukturwandel
Öffentliche Geschichte in Katowice nach 1989


München, De Gruyter/ Oldenbourg Verlag
erschienen 12/2016
437 Seiten, 49 Abbildungen (sw), gebunden
ISBN 978-3-11-046374-3
Preis: 49,95 €
Die Arbeit wurde mit dem Wissenschaftlichen Förderpreis des Botschafters der Republik Polen 2015 ausgezeichnet.
Katowice erfindet sich neu: Die ehemalige sozialistische Musterstadt, das
industrielle Rückgrat Polens durchläuft seit der politischen Wende 1989/1990
einen tiefgreifenden ökonomischen und gesellschaftlichen Transformations-prozess. Mit Großinvestitionen im Kulturbereich wird intensiv an der Veränderung des Stadtraumes und des städtischen Image gearbeitet. Gleichzeitig verändert sich die Identität der Einwohner; auch in Katowice erlebt das oberschlesische Regionalbewusstsein gegenwärtig eine Renaissance. Diese vielschichtigen, höchst dynamischen Wandlungsprozesse porträtiert die Untersuchung und nimmt sie als Ausgangspunkt für die Frage, wie in diesem genuin auf die Zukunft ausgerichteten Transformationsprozess mit Vergangenheit und Geschichte umgegangen wird. Welche öffentlichen historischen Narrationen entstehen aus dieser provozierenden Umbruchsituation heraus? Wie wird historisch Sinn gebildet und welche Wirkungen bzw. Funktionen hat öffentliche Geschichte in Zeiten strukturellen Wandels? Mit diesem Forschungsdesign betritt die Studie Neuland: Die theoretischen Überlegungen Jörn Rüsens zu Geschichtskultur und Geschichtsbewusstsein wurden so operationalisiert, dass sie erstmals für die Untersuchung eines Stadtraumes angewandt werden konnten.
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Europas Osten im 20. Jahrhundert, Bd. 5

© De Gruyter/ Oldenbourg Verlag

Włodzimierz Borodziej, Stanislav Holubec and Joachim von Puttkamer (Eds.)


Mastery and Lost Illusions:


Space and Time in the Modernization of Eastern and Central Europe


München, De Gruyter/ Oldenbourg Verlag
Publication date 9/2014
257 pages, hardcover
ISBN 978-3-11-036420-0
Price: € 49,95
This volume highlights the specific experiences and challenges of modernity in twentieth-century Eastern and Central Europe. Contributors ask how spatial and temporal conditions shaped the region’s transformation from a rural to an urban, industrialized society in this period and investigate the state’s role in the mastery of space, particularly in the context of state socialism. The volume also sheds light on the ruralization of cities and mutual perceptions of the rural and urban populations in this region.
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Europas Osten im 20. Jahrhundert, Bd. 4

© De Gruyter/ Oldenbourg Verlag

Jörg Ganzenmüller, Raphael Utz (Hrsg.)


Sowjetische Verbrechen und russische Erinnerung: 


Orte - Akteure - Deutungen


München, De Gruyter/ Oldenbourg Verlag
erschienen 9/2014
312 S., gebunden
ISBN 978-3-486-74196-4
Preis: 49,95 €
Die russische Erinnerungskultur wird oft als zerrissen und fragmentiert beschrieben und gleichzeitig die geschichtspolitische Allmacht des Staates beklagt. Aber besitzt der Kreml wirklich die alleinige Deutungshoheit und wäre eine einheitlichere Geschichtskultur – gerade unter diesen Vorzeichen – überhaupt erstrebenswert? Was wird eigentlich genau untersucht, wenn sich die Wissenschaft der heutigen Erinnerung an die Verbrechen des Stalinismus zuwendet? Und lässt sich eigentlich rechtfertigen, dabei von einem deutschen ‚Muster‘ der Aufarbeitung auszugehen?
Der vorliegende Band stellt sich diesen Fragen und nimmt einen doppelten Perspektivwechsel vor: Zum einen steht explizit nicht die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg im Vordergrund, sondern das Gedächtnis an die sowjetischen Massenverbrechen, insbesondere an den Gulag. Zum anderen beleuchten die Beiträge eine Vielzahl von Akteuren, die an verschiedenen Orten in zuweilen wechselnden Kombinationen ganz unterschiedliche Deutungen der stalinistischen Verbrechen vornehmen.
Unter anderem werden die juristischen, ökonomischen und sozialen Bedingungen von Erinnerungsarbeit in ihrer jeweiligen und ortsgebundenen Spezifik beleuchtet, die Rolle der postsowjetischen russischen Historiographie kritisch befragt und neben den großen geschichtspolitischen Akteuren wie Staat und Kirche auch engagierte Einzelpersonen gewürdigt. So entsteht ein weitaus vielfältigeres und interessanteres Panorama, das der vielfach verbreiteten Legende einer geschichtspolitischen Diktatur des Kreml einen notwendigen Kontrapunkt hinzufügt.

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Europas Osten im 20. Jahrhundert, Bd. 3

© De Gruyter/ Oldenbourg Verlag

Jochen Böhler, Włodzimierz Borodziej, Joachim von Puttkamer (Hrsg.)


Legacies of Violence


Eastern Europe´s First World War


München, De Gruyter/ Oldenbourg Verlag
erschienen 2/2014
344 S., gebunden
ISBN 978-3-486-85756-6
Preis: 49,95 €
The First World War began in the Balkans, and it was fought as fiercely in the East as it was in the West. Fighting persisted in the East for almost a decade, radically transforming the political and social order of the entire continent. The specifics of the Eastern war such as mass deportations, ethnic cleansing, and the radicalization of military, paramilitary and revolutionary violence have only recently become the focus of historical research. This volume situates the 'Long First World War' on the Eastern Front (1912-1923) in the hundred years from the mid-19th to the mid-20th century and explores the legacies of violence within this context.

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Europas Osten im 20. Jahrhundert, Bd. 2

© Oldenbourg Verlag

Daniel Logemann


Das polnische Fenster


Deutsch-polnische Kontakte im staatssozialistischen Alltag Leipzigs 1972-1989


München, Oldenbourg Verlag
erschienen 10/ 2012
ca. 336 S., gebunden
19 Abbildungen, schwarz/weiß
ISBN 978-3-486-71303-9
Preis: ca. 49,80 €
Ausgezeichnet mit dem Wissenschaftlichen Förderpreis des Botschafters der Republik Polen.
"Polnisches" übte im sozialistischen Alltag einen großen Reiz auf die Leipziger und Leipzigerinnen aus: Der mal ferne, mal nahe Nachbar (je nach Situation an den deutsch-polnischen Grenzen) war ein Stück Westen im Osten, das von offizieller Seite stetig misstrauisch beäugt wurde. Gerade Einkaufstourismus und Schleichhandel wurden zu einem deutsch-polnischen Problem und beförderten anti-polnische Ressentiments vieler Leipziger.
Daniel Logemann fokussiert seine Studie brillant auf den Mikrokosmos des Alltags, dabei macht er immer wieder den "Eigen-Sinn" der Akteure stark, der sowohl auf polnischer als auch auf deutscher Seite zu Kontakten jenseits der Systemkonformität führte.
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Eine Rezension von Dominik Trutkowski finden Sie hier.

Europas Osten im 20. Jahrhundert, Bd. 1

© Oldenbourg Verlag

Joachim von Puttkamer, Włodzimierz Borodziej (Hrsg.)


Europa und sein Osten


Geschichtskulturelle Herausforderungen


München, Oldenbourg Verlag
erschienen 9/ 2012
168 S., gebunden
ISBN 978-3-486-71593-4
Preis: ca. 29,80 €  

Leseprobe: Knigge, Volkhard/ Puttkamer, Joachim von: Schicksallosigkeit als historische Perspektive. Imre Kertész und sein Blick auf das 20. Jahrhundert (dem Link folgen, unter Zusatzmaterial)
Der Auftakt-Band der Reihe "Europas Osten im 20. Jahrhundert" versammelt die Beiträge der gleichnamigen Tagung, mit der das Imre Kertész Kolleg Jena im Sommer 2011 seine Tätigkeit aufgenommen hat. Er diskutiert historische, politische, filmische und museale Zugänge zu den Erfahrungen des östlichen Europas im 20. Jahrhundert und fragt danach, welche geschichtskulturellen Herausforderungen sich daraus für eine gesamteuropäische Erinnerung ergeben.
Die Bandbreite und Prominenz der internationalen Beiträger aus Wissenschaft, Museen, Publizistik und Politik spiegeln die Internationalität und Exzellenz des Kollegs: Wlodzimierz Borodziej (Warschau/Jena), Jan Culík (Glasgow), Taja Vovk van Gaal (Brüssel), Constanze Itzel (Brüssel), Volkhard Knigge (Weimar), Pawel Machcewicz (Warschau/Danzig), Adam Michnik (Warschau), Joachim von Puttkamer (Jena), Milan Ristovic (Belgrad), Irina Scherbakowa (Moskau), Maria Todorova (Urbana Champaign), Stefan Troebst (Leipzig)
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