Orte der Shoah in der Ukraine

Hauptseminar

Dozenten: PD Dr. Jörg Ganzenmüller/ Dr. Raphael Utz
Zeit: Mi. 14-16 Uhr
Ort: Intershop Tower, Imre Kertész Kolleg - Seminarraum


Auschwitz steht im kulturellen Gedächtnis als Synonym für die Shoah. Dadurch dominieren die Deportation der europäischen Juden an einen Tötungsort und deren Ermordung durch Giftgas unser Bild vom Holocaust. Dabei sind nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion Hunderttausende sowjetischer Juden an ihren Heimatorten durch Massenerschießungen getötet worden. Die Ermordung von allein 33.000 Kiewer Juden an zwei Tagen in der Schlucht von Babij Jar steht paradigmatisch für diese Seite der Shoah. Das Seminar will deshalb den Fokus erweitern und ganz bewusst weniger bekannte Orte der Shoah in den Blick nehmen.

Zunächst werden im Seminar die historischen Ereignisse an ausgewählten Orten der Sowjetunion rekonstruiert und in den Kontext der Geschichte des Zweiten Weltkriegs eingeordnet. Ergänzt wird dies durch eine Exkursion vom 13.-25. Juli 2017 in die Ukraine, um die erinnerungskulturellen Repräsentationsformen anhand des im Seminar Gelernten kritisch zu befragen.

Polnisch für Historiker: Polnische Quellen zur Shoah

Übung

Dozent: Prof. Dr. Joachim von Puttkamer
Zeit: Montag, 16 - 18 Uhr
Ort: Am Planetarium 7

Die polnische Quellenlage zum Alltag und zur Ermordung der polnischen Juden hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, u. a. durch die voranschreitende Edition des Ringelblum-Archivs sowie anderer Quellenbestände. Im Seminar werden ausgewählte Texte in Ausschnitten gelesen, übersetzt und interpretiert.

Erforderlich sind elementare Lesekenntnisse im Polnischen. Sprachliche Hilfestellung wird geboten.

Zeitgeschichtliches Kolloquium

Dozenten: Prof. Dr. Norbert Frei/ PD Dr. Jörg Ganzenmüller/ Prof. Dr. Anke John/ Prof. Dr. Volkhard Knigge/ Prof. Dr. Joachim von Puttkamer/ PD Dr. Franziska Schedewie/ PD Dr. Annette Weinke
Zeit: Mittwoch 18 – 20 Uhr
Ort: Zwätzengasse 4, Seminarraum

Das Zeitgeschichtliche Kolloquium wird von Prof. Dr. Norbert Frei, Prof. PD Dr. Jörg Ganzenmüller, Prof. Dr. Anke John, Dr. Volkhard Knigge, Prof. Dr. Joachim von Puttkamer und PD Dr. Franziska Schedewie und PD Dr. Annette Weinke gemeinsam veranstaltet. Vorgestellt und diskutiert werden vor allem Forschungsentwürfe, laufende Untersuchungen und jüngst abgeschlossene Qualifikationsarbeiten zur Geschichte des 20. Jahrhunderts. Zur regelmäßigen Teilnahme eingeladen und aufgefordert sind insbesondere die Doktoranden, Mitarbeiter und fortgeschrittenen Studierenden der Veranstalter. Willkommen sind alle Angehörigen des Historischen Instituts und der Universität.