Professor Alexei Miller

Curriculum Vitae


Alexei Miller wurde von der staatlichen Universität Moskau für Geisteswissenschaften im Jahr 2000 mit der Arbeit "Die Ukrainische Frage in der Politik der zaristischen Autoritäten und in der russischen öffentliche Meinung, 1850 bis in die 1880er" habilitiert. Promoviert wurde er 1986 vom Institut für Slawistik und Balkanstudien zu dem Thema "Ideologie und Politik der polnischen Konservativen in der Habsburger Monarchie in den 1860ern und 1870ern". Sein Studium absolvierte er von 1976 bis 1981 an der Fakultät für Geschichte der Staatlichen Universität Moskau.


Forschungsprojekt am Kolleg


Titel: "Geschichtspolitik in Russland im Kontext der Ukrainekrise"

Das Projekt untersucht den Wandel der russischen Erinnerungspolitik seit 2014. Dabei werden Veränderungen in der institutionellen Infrastruktur und in der Rolle der Expertenkreisen genauso in den Blick genommen wie der Wandel der Gedenkstrategien und die Verschiebungen innerhalb des Diskurses. Davon ausgehend wird auch die sich verstärkende politische Kontrolle über die Diskussionen über die Vergangenheit analysiert. Dabei soll gezeigt werden, dass die russische Erinnerungspolitik vor 2014 in der Regel auf die Erinnerungspolitik der angrenzenden Staaten reagierte. Das Projekt beleuchtet außerdem die hauptsächlichen Veränderungen in der russischen Erinnerungspolitik im Kontext der Krise, wobei auch die sich wandelnden Narrative in den russisch-ukrainischen und russisch-deutschen Beziehungen untersucht werden.


Forschungsschwerpunkte


  • Erinnerungspolitik
  • Vergleichende Geschichte der Weltreiche
  • Russische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Konzeptgeschichte 




Funktionen und Mitgliedschaften


  • Professor an der European University St. Petersburg (seit 2014)
  • regelmäßiger Gastprofessor an der Fakultät für Geschichte der Central European University Budapest (seit 1993)