Dr. Marko Zajc

Curriculum Vitae


Marko Zajc ist von Oktober bis September 2014 Fellow am Imre Kertész Kolleg. Seit 2007 ist er am Institut für Zeitgeschichte in Ljubljana tätig, zunächst als Postdoc-Assistent und seit 2011 als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Derzeit leitet er zwei Projekte, die von der Slovenian Research Agency finanziert werden: "Eine Geschichte administrativer Grenzen und Grenzziehungen: Die slowenisch-kroatische Grenze, 1800-1991" (Laufzeit: 2011 bis 2014) und "Das Phänomen der Grenzflüsse" (Laufzeit: 2014 bis 2017). Im Jahr 2013 verbrachte Zajc als DAAD-Gastwissenschaftler drei Monate am Lehrstuhl für Südosteuropäische Geschichte der Humboldt-Universität Berlin. Zwischen 2008 und 2010 arbeitete er als Postdoktorand an einem Projekt mit dem Titel "Die Slowenen und die Widersprüche der südslawischen Integrationsideologien bis 1914". Zwischen 2001 und 2006 war er Nachwuchswissenschaflter am Institut für Ethnische Studien in Ljubljana. Im Rahmen zweier OEAD-Stipendien war Zajc von Oktober 2005 bis Februar 2006 am Österreichischen Ost- und Südosteuropainstitut und zwischen Oktober 2008 und Februar 2009 am Institut für Osteuropäische Geschichte in Wien tätig.


Forschungsprojekt am Kolleg



"Slowenische Intellektuelle und der Jugoslawismus in den 1980er Jahren: Eine vergleichende und transnationale Perspektive"

Das Ziel des Projektes besteht darin, die Veränderungen im Diskurs der slowenischen Intelligenz über die "Slowenische Nationale Frage" in den 1980er Jahren zu verstehen. Intellektuelle haben den aktuellen und den vergangenen Slowenismus kritisiert beziehungsweise die Frage nach dem charakteristisch Slowenischen neu beantwortet und in diesem Zusammenhang den Versuch unternommen, die slowenische Nation und Kultur sowie den slowenischen Staat in der (post-)industrialisierten globalen Gesellschaft zu verorten. Auf diese Weise haben sie dazu beigetragen, einen slowenischen Nationalismus zu konstruieren beziehungsweise ihn wiederherzustellen. Im Verlaufe dieses Prozesses verschwand der Gedanke des Jugoslawismus unmerklich aus dem konzeptuellen Raum der slowenischen Intelligenz. Fortan fand Jugoslawien kaum mehr Erwähnung, da es schlichtweg nicht mehr wichtig war. Man könnte sagen, dass der slowenische Jugoslawismus wie ein altes Plakat schrittweise 'abgezogen' und vom Slowenismus 'abgelöst' wurde und schlussendlich vollkommen fehlte. Die Methodik dieses Projektes betont die vergleichende und transnationale Perspektive innerhalb der relevanten Kontexte des Kommunismus in Ostmittel- und Südosteuropa, Mitteleuropa, im demokratischen Europa und der Intelligenz in Jugoslawien.


Forschungsschwerpunkte


  • Jugoslawismus 
  • Grenzstudien, die slowenisch-kroatische Grenze
  • Habsburger Monarchie
  • Intelligenzgeschichte, Mediengeschichte
  • Nationalismus in Südost- und Mitteleuropa



Funktionen und Mitgliedschaften


  • Mitglied einer Beratergruppe für die Schlichtungsvereinbarung über die Resolution bezüglich des Grenzproblems zwischen der Republik Slowenien und der Republik Kroatien (Außenministerium der Republik Slowenien)


  • Präsident der EASTUS (Education, Science and Culture Trade Union of Slovenia) am Institut für Zeitgeschichte