Jakub Zarzycki

Curriculum Vitae


Jakub Zarzycki wurde 1988 geboren und ist Kunsthistoriker, polnischer Philologe und Kurator für zeitgenössische Kunst. Er studierte von 2007 bis 2013 Kunstgeschichte an der Universität Breslau. Seine Bachelorarbeit, die von Dr. Agata Kubala betreut wurde, verfasste Zarzycki zu dem Thema "The Mausoleum of Karl Georg von Hoym in Brzeg Dolny". Seine von Prof. Waldemar Okoń betreute Masterarbeit trug den Titel "The difficult art of sacrifice: Wojciech Gerson (1831-1901) and Historical Painting". Im Jahr 2013 erhielt er von der Universität Breslau außerdem einen Bachelor of Arts in polnischer Philologie.
Derzeit ist Zarzycki Doktorand der Kunstgeschichte an der Universität Breslau und arbeitet an seiner Dissertation mit dem Titel "L'Italia immaginata: Italy and Italians in Polish Visual Culture, 1861-1918", die von Prof. Waldemar Okoń betreut wird. 
Er war Mitbegründer und Koordinator eines akademischen Workshops am Institut für Kunstgeschichte, welcher mit zwei an der Universität Breslau abgehaltenen wissenschaftlichen Konferenzen abgeschlossen wurde: New Themes in Art History (24. März 2014) und Revitalization: Between Theory and Practice (zwei Ausgaben: 27. Mai 2013 und 28. April 2014).

Im Juni - Juli 2014 erhielt Zarzycki in Berlin das Fritz-Stern-Stipendium für individuelle Forschung. Er arbeitete außerdem als Kurator für zeitgenössische Kunst und betreute verschiedene Ausstellungen zu zeitgenössischer Malerei für die Arttrkakt Contemporary Art Gallery in Breslau sowie internationale Fotografie-Projekte, die an öffentlichen Orten in Breslau gezeigt wurden.


Forschungsprojekt am Kolleg


Titel: Post-Kolonialismus (?) und die Polnische Visual Culture, 1861-1918

Kurzbeschreibung: Eine Studie der Polnischen Visual Culture der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verdeutlicht, dass die Überreste dieser Zeit hauptsächlich dazu verwendet wurden, um die kulturelle Integrität der polnischen Gesellschaft zu bewahren. Infolgedessen konnten verschiedene akademische und für die polnische Kultur dieser Periode charakteristische Probleme, einschließlich spezifischer Themen, künstlerischer Praktiken und kritischer Annahmen, identifiziert werden. Jedoch liefern diese Kategorien von sich aus keine befriedigende Beschreibung für diese Zeit. Der Post-Kolonialismus tritt ein.

Das Hauptziel der Untersuchung besteht darin, die polnische Kunst der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor dem Hintergrund postkolonialen Denkens zu untersuchen. Da diese Herangehensweise von polnischen Literaturkritikern bereits erfolgreich angewendet wurde, wird das Projekt an deren Erfahrungen anknüpfen. Der kritischen Sichtweise auf den Post-Kolonialismus folgend, wird es auch methodische Überlegungen miteinbeziehen, besonders da die Kritik auch auf das Feld der Visual Culture des 19. Jahrhunderts in Mitteleuropa zutrifft.


Forschungsschwerpunkte


  • Polnische Visual Culture, besonders Malerei zwischen 1861 und 1918 aus interdisziplinärer Perspektive
  • Künstlerische Beziehungen zwischen Italien und Polen vom 19. Jahrhundert bis heute
  • Kunsthistorische Methodik 



 Funktionen und Mitgliedschaften



  • Vizepräsident der Wrocław's Foundation of Art History Students (2012-2014)
  • Vizepräsident des Council of PhD Candidates, Universität Breslau (April-Juni 2014)
  • Sekretär des Council of PhD Candidates, Universität Breslau (November 2013-April 2014)