Vjosa Bilalli

Curriculum Vitae


Seit April 2013 assoziiert an der Doktorandenschule des Imre Kertész Kollegs. Seit Oktober 2012 Doktorandin des DFG-Graduiertenkollegs 1412 "Kulturelle Orientierungen und gesellschaftliche Ordnungsstrukturen in Südosteuropa" und Tutorin für Albanisch am Institut für Slawistik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Von 2004 bis 2011 Bachelorstudium der Deutschen Sprache und Literatur, Management an der Universität Prishtina (RKS) und Masterstudium in „Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts“ an der Friedrich Schiller Universität in Jena.
 

Promotionsprojekt


Arbeitstitel: Die albanische Erfahrung mit dem Kommunismus. Erinnerung und Gedächtniskonstruktion
Der Alltag in sozialistischen Gesellschaften wird häufig als Sphäre außerhalb des Regimes verstanden. Das Private wird als Rückzugsraum gesehen, in dem die Menschen sich nicht mehr verstellen mussten, sondern ein „normales“ Leben führen konnten. Ein solcher Ansatz tendiert dazu, den repressiven Charakter der Regime auszublenden.
Die Alltagsgeschichte hat deshalb in den letzten Jahren die Frage in den Mittelpunkt gestellt, auf welche Weise sich die Bevölkerung mit dem Regime arrangiert hat. Eine solche Perspektive versteht das Private nicht mehr als Sphäre, die jenseits des Regimes steht, sondern vielmehr vom Regime durchdrungen. Damit stellt sich die Frage nach Aushandlungsprozessen zwischen Regime und Bevölkerung.

Mein Dissertationsprojekt versteht sich als ein Beitrag zur Erfahrungsgeschichte welche die albanische Erfahrung mit dem Kommunismus beleuchten möchte. Es geht also weniger darum, den Alltag im sozialistischen Albanien selbst zu rekonstruieren, als den heutigen Umgang mit diesen spezifischen Erfahrungen zu untersuchen.


Forschungsschwerpunkte


  • Geschichte Albaniens im 20. Jahrhundert
  • Wirtschafts- und Alltagsgeschichte im Kommunismus