Dr. Michal Kopeček

Curriculum Vitae


Michal Kopeček ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und seit 2003 Leiter der Geschichtsabteilung "Demokratischer Wandel nach 1989" am Institut für Zeitgeschichte in Prag. Seit 2010 lehrt er als Assistenzprofessor für Tschechische und Mitteleuropäische Geschichte am Institut für Tschechische Geschichte an der Karls Universität Prag. Er promovierte 2005 am Institut für Russische und Osteuropäische Studien in der Fakultät für Sozialwissenschaften an der Karls-Universität Prag. Michal Kopeček erhielt mehrere Preise und Stipendien und wurde unter anderem im Jahre 2009 mit Otto Wichterle Preis für Nachwuchsgelehrte von der Tschechischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet. Von 2005 bis 2006 nahm er am akademischen Austauschprogramm "Visiting Scholar-in-Residence" der Fulbright Kommission teil. 2003 bis 2004 war er über das Austauschprogramm des Internationalen Visegrad Fonds am Forschungszentrum István Bibó an der Ungarischen Akademie der Wissenschaften in Budapest tätig. 2001 wirkte er im Rahmen des Programms "Robert Bosch Junior Visiting" als Fellow am Institut für Humanwissenschaften in Wien.


Forschungsprojekt am Kolleg 


"Das Erbe der Dissidenz": Erinnerungspolitik und die geistigen Ursprünge des Post-Sozialismus in Ostmitteleuropa Michal Kopeček beendet am Imre Kertész Kolleg sein Buchprojekt. In diesem vergleicht er die intellektuelle und soziokulturelle Geschichte der Dissidenz und untersucht deren Vermächtnis im östlichen Zentraleuropa im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts. Sein Schwerpunkt liegt auf Tschechien, Ungarn, Polen und der Slowakei. Es berichtet über die politische Entwicklung, den Legitimitätswettbewerb und die Politikgeschichte der 1990er Jahre, die fundamentale Spuren in den politischen und sozialen Praktiken in diesen neuen europäischen Demokratien hinterlassen haben. Er ist bestrebt, die folgende Frage zu beantworten: Wie ist die Rekonstruktion der kollektiven Identitäten und der Wettbewerb um die "authentische" Darstellung von Gemeinschaft in den alternativen politischen und kulturellen Strukturen (Dissidenz, national gesinnte Opposition zweiten Kultur, etc.) vorkonditioniert (in Bezug auf die Gemeinschaft der Dissidenten als auch der Nation als Ganzes) und wie wurde dadurch das demokratische politische Projekt in Ostmitteleuropa nach 1989 geprägt?

Forschungsschwerpunkte


  • vergleichende moderne Geistesgeschichte in Ostmitteleuropa
  • Geschichte des Staatssozialismus und Kommunismus in Mittel-und Osteuropa
  • Demokratisierung und Postsozialismus
  • Geschichte und Theorie der Geschichtsschreibung, Erinnerungskulturen




Funktionen


  • Mitglied des wissenschaftlichen Beirates am Institut für Zeitgeschichte in Prag
  • Mitglied des Herausgeberbeirates der Fachzeitschriften „Soudobé dějiny“ (Zeitgeschichte, Prag) und „Dějiny, teorie, Kritika“ (Geschichte, Theorie, Kritik, Prag)
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für weiterführende Studien in Sofia