Dr. Jolanta Mickutė

Curriculum Vitae


Jolanta Mickutė wurde an der Indiana University in Bloomington promoviert und ist von Juli bis Dezember 2012 Fellow am Imre Kertész Kolleg Jena. Im vergangenen akademischen Jahr hat sie als Prins Foundation Post-Doc Fellow am Center for Jewish History in New York gearbeitet. Im November 2011 nahm sie an der ASEEES Jahrestagung in Washington D.C. teil. Jolanta Mickutė wurde in diesem Jahr für ihr viertes Kapitel ihrer Dissertation - "History Remaking the Jewish Woman: Zionist Discourse on the Jewish Woman´s Body and Sexuality in Interwar Poland" mit dem ersten Preis des ASEEES Essay-Wettbewerbs für Graduierte ausgezeichnet (ASEEES ist eine der größten nordamerikanischen Wissenschaftsgesellschaften für die Geschichte der ehemaligen Sowjetunion und des östlichen Europas).


Forschungsprojekt am Kolleg


Während ihres sechsmonatigen Aufenthaltes am Kolleg, wird Jolanta Mickutė an dem Buchmanuskript "Modern, Jewish, and Female: The Politics of Culture, Ethnicity, and Sexuality in Interwar Poland, 1918-1939." [Modern, jüdisch und weiblich. Kultur-, Ethnizitäts- und Geschlechterpolitik im Polen der Zwischenkriegszeit, 1918 - 1939] arbeiten. Die Publikation wird die Vitalität und Vielfalt jüdischen Lebens in der Zwischenkriegszeit in den Vordergrund stellen und Aspekte von Erfahrungen jüdischer Frauen im Rahmen der Möglichkeiten, die sie im östlichen Europa der Zwischenkriegszeit hatten.
Im weiteren Sinne ist Mickutės Buchprojekt eine Politik-, Kultur-, und Sexualgeschichte jüdischer Frauen im Polen der Zwischenkriegszeit. Das Prrojekt schließt dabei auch die weitestgehend marginalisierten historischen Narrative jüdischer Frauen in der jüdischen Historiographie ein, immernoch ein überwiegend männlich orientiertes Feld. Mit dem Fokus auf die jüdische Minderheit im neu gegründeten Polnischen Staat in der Zwischenkriegszeit, wird das Buch analysieren, wie sich jüdische Frauen als doppelt marginalisierte Teilgruppe innerhalb der jüdischen ethnischen Minderheit mit diesem Status umgegangen sind und sowohl sozial wie politisch aktiv wurden. Es wird versuchen die Wege zu erklären, über die es polnisch zionistischen Frauen - die selbst entlang sozialer Klassen und generationeller Linien unterteilt - möglich wurde, ihr soziales und persönliches Geltung zu behaupten. Dies umfasst sowohl politische wie soziale Arbeit, Bildung und Haushaltsführung. Außerdem werden Art und Ausmaß der Berührungspunkte zwischen jüdischen und nichtjüdischen Frauen in ihrem gesellschaftspolitischen Leben und Engagement untersucht.
Jolanta Mickutė wird darüber hinaus zweier Artikel für die Publikation vorbereiten. Einen über Körper und Sexualität zionistischer Frauen in Zwischenkriegspoleb und einen weiteren über die Vilner Trupe, eine bekannte jüdische Theatertruppe der Zwischenkriegszeit.



Forschungsschwerpunkte


  • Neuere europäisch-jüdische Geschichte Kultur- und Sozialgeschichte des östlichen Europas und Russlands
  • Geschlechter- und Frauengeschichte jüdischer Frauen im östlichen Europa
  • Russische Geschichte
  • Politik und Gender, Nationalismus und Gender


Mitgliedschaften


  • Association for Slavic, East European, and Eurasian Studies (ASEEES)
  • Polish Studies Association (PSA)
  • Baltic and Finnish Studies Association (BAFSA)
  • National Women's Studies Association (NWSA)