Workshops 2011

Tagung "Einfach, gewaltfrei, solidarisch leben." Überlieferung von Utopie und Alltag

Zeit: 4. - 5. November 2011
Ort: Rosensäle der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fürstengraben 27

Mit der Verleihung des Thüringer Archivpreises an das ThürAZ durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen am 4. November 2011 um 19:30 Uhr

Das Programm der Preisverleihung und der Tagung am 5. November 2011 finden Sie hier.

Workshop "Visualisierungen des Umbruchs" 2./ 3. Juni 2011 in Berlin

Kunstaktion von Vlad Nanca in Bukarest zur "Tele-Revolution" von Dezember 1989.

Vom 2.-3. Juni 2011 veranstaltete das Imre Kertész Kolleg Jena und das DFG-Graduiertenkolleg 1412 "Kulturelle Orientierungen und gesellschaftliche Ordnungsstrukturen in Südosteuropa" in der Thüringer Landesvertretung in Berlin den Workshop "Visualisierungen des Umbruchs".

Der Workshop beschäftigte sich mit Fragen zur Visualisierung und Darstellung des politischen Umbruchs von 1989 und den Problemen, Schwierigkeiten und Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Die Spannbreite der visuellen Darstellungsformen, die im Rahmen des Workshops thematisiert wurden, reichten dabei von Dokumentar-, Spielfilmen und Fotos bis hin zu Werken der Bildenden Kunst und Videoclips.

  • Das vollständige Programm des Workshops finden Sie hier.
  • Einen erster Bericht über den Workshop in französischer Sprache von Katarzyna Ruchel-Stockmans finden Sie hier.
  • Tagungsbericht bei HSozuKult von Gundel Große

Workshop 20. - 22. Oktober 2011

Rosensäle der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Fürstengraben 27)

Gemeinsam mit der ungarischen Philosophin Ágnes Heller und dem polnischen Soziologen Zygmunt Bauman wird sich der Workshop, der von Lutz Niethammer initiiert und konzipiert wurde, auf eine erfahrungsgeschichtliche Spurensuche nach den Quellen und Prägungen des langen und paradigmatischen Denkweges zu einer radikal individualistischen und zugleich ethischen genuin osteuropäischen Postmoderne begeben.
In einer Public Session am Abend des 21. Oktober 2011, werden Ágnes Heller und Zygmunt Bauman zu Fragen nach den intellektuellen Verheißungen und Gefahren der EU-Osterweiterung für die Entwicklung Europas diskutieren.
Die Tagung wird hypothetisch eine Bauman-Heller-Generation konstruieren und prüfen, wie viel an geistiger Produktivität dieser Jahrgänge aus diesem Erfahrungsraum erschlossen werden kann oder im Vergleich von ihm abgehoben werden muss.
Die Grundfrage nach dem Verhältnis zwischen erfahrungsgeschichtlichen Voraussetzungen und dem philosophischen und sozialtheoretischen Denken wird in vier Sektionen diskutiert, die sich an biographischen Erfahrungsabschnitten von Ágnes Heller und Zygmunt Bauman orientieren:
1) die Zeit des Zweiten Weltkriegs
2) die Phase des kommunistischen und dissidentischen Engagements
3) die Gesprächs- und Kommunikationsformen der geistigen Opposition im Kalten Krieg
4) die Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Theorie nach der Emigration in die (englischsprachige) Welt.
Ergänzt werden diese vier Sektionen durch vergleichende Fragen nach dem bisherigen Bild der westlichen Herkunft der Postmoderne, dem Vergleich zwischen prominenten Malern aus der DDR und Schriftstellern aus der Tschechoslowakei und den Erfahrungskontexten weiterer prominenter Intellektueller, wie bspw. Wolfgang Heisig, Merab Maradaschwili und Danilo Kiš.