Dr. Elena Mannová

Curriculum Vitae


Ist von September bis Oktober 2011 Fellow am Imre Kertész Kolleg Jena. Seit 1987 ist Mannová wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften in Bratislava. Von 2003 - 2006 war sie Mitglied des "Centre of Excellence" der SAW "Kollektive Identitäten in modernen Gesellschaften. Region Zentraleuropa. Prozesse von Konstruierung, Reproduktion und Transformierung kollektiver Kategorien und Identitäten". Sie nahm an den EU-Projekten "Network of Excellence CLIOHRES" (6FP) und "Building on the Past: European Doctorate in the Social History of Europe and the Mediterranean" (5FP and 6FP) teil. Elena Mannová war von 1976 - 1987 Archivarin im Slowakischen Zentralen Staatsarchiv. Sie studierte Archivistik und Geschichte in Bratislava.


Forschungsprojekt am Kolleg



Das Projekt "Ambivalente Zivilgesellschaftlichkeit der Zivilgesellschaft" beschäftigt sich mit dem Beispiel des Vereinswesens in der Slowakei im 19. und 20. Jahrhundert. Im multiethnischen Raum der heutigen Slowakei sind die Prozesse, die zur Bildung von Zivil- und Nationalgesellschaften führten, so komplex miteinander verschränkt, dass er geradezu als ein Musterbeispiel für Erforschung der ambivalenten Verhältnisse zwischen dem institutionellen Rahmen des Staates einerseits und zivilgesellschaftlichen Strukturen andererseits dienen kann. Alle staatspolitischen Zäsuren führten zu deutlichen Veränderungen in den Positionen einzelner ethnokultureller, religiöser oder sozialer Gruppen. Da sie von unterschiedlichen historischen Prozessen geprägt wurden, kann man - selbst wenn diese sich über längere Zeitperioden erstreckten - kaum von nur einer Zivilgesellschaft auf diesem Gebiet sprechen. Analysen des Vereinswesens im gesamtslowakischen sowie in lokalen Kontexten zeigen, dass sich zivilgesellschaftliche Projekte neben und - trotz mehrerer Überlappungen - vor allem innerhalb des Rahmens nationalkultureller Systeme entwickelten. Neben historischen Formen der Soziabilität und der Öffentlichkeit und über Spannungen zwischen Zivilgesellschaftlichem und Nationalem, wird auch das Vereinsleben aus der Gender-Perspektive und die Rolle von Humor bei der Gestaltung zivilgesellschaftlicher Bindungen (am Beispiel von Schlaraffia) berücksichtigt.



Forschungsschwerpunkte


  • Sozial- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts im zentraleuropäischen Kontext
  • Vereinswesen
  • kollektive Identifikationen, Repräsentationen und historisches Gedächtnis


Funktionen/Mitgliedschaften



  • Mitglied des Wissenschaftlichen Kollegiums der SAW für Sprach-, Literatur und Kunstwissenschaften
  • Mitglied der Kommission für Geschichte und Kultur der Deutschen in Südosteuropa
  • Mitglied The British-Czech-Slovak Historians´ Forum.
  • Mitglied des Redaktionsbeirats der Fachzeitschrifte: Bohemia (München); Kolor. Journal on Moving Communities (Brussels)
  • Advisory Board von Moderne - Kulturwissenschaftliches Jahrbuch (Innsbruck); Internetzeitschrift Acta Politologica (www.acpo.cz, hrsg. von Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Karls-Universität Prag); Marginalia historica (hrsg. von Pädagogischen Fakultät der Karls-Universität Prag); Codrul Cosminului (hrsg. von Universitatea Stefan cel Mare Suceava, Rumänien, http://atlas.usv.ro/www/codru_net)